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Power Electronics
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Art, wie wir Energiesysteme steuern, optimieren und weiterentwickeln? Dieser Frage widmete sich das Event Spotlight: Power Electronics meets AI Power Systems, das am 4. Mai 2026 bei der KELAG in Klagenfurt stattfand. Expert:innen aus Industrie, Forschung und Cluster-Netzwerken diskutierten konkrete Anwendungsbeispiele, aktuelle Projekte und technologische Trends entlang der gesamten Energy-Value-Chain.
Der Abend machte deutlich: KI ist in der Energiewirtschaft längst kein Zukunftsthema mehr – sie ist operative Realität. Die Impulsvorträge spannten einen breiten Bogen von Netzinfrastruktur über Energiehandel bis hin zu verteilten, selbstlernenden Systemen.
Die Vorträge deckten ein breites Technologie-Spektrum ab:
Markus Simbürger (Green Tech Valley Cluster GmbH) präsentierte die neueste Ausgabe des Green Tech Radars mit einem Schwerpunkt auf Netzinfrastruktur. Der Radar zeigt, welche Technologien und Ansätze für integrierte Stromnetze an Bedeutung gewinnen – eine fundierte Orientierungshilfe für Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region.
Tanja Olip und Alfred Fürst (KELAG) gaben Einblick in den konkreten KI-Einsatz im Konzernumfeld: von Use Cases im Energiehandel bis hin zu unternehmensweiten Initiativen, die KI als strategisches Werkzeug verankern. Der Vortrag zeigte, wie ein regionaler Energieversorger die Transformation aktiv gestaltet.
Werner Braundauer (Siemens AG) beleuchtete, was es braucht, um autonome Netze tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen – technisch wie methodisch. Besonderes Gewicht legte der Vortrag auf das Thema Trustworthy AI: Wie lassen sich KI-Entscheidungen in kritischer Infrastruktur nachvollziehbar und verlässlich gestalten?
Michael Lamprecht (PMS Group GmbH) zeigte am Beispiel der AC/DC Powersphere, wie smarte, lokal agierende Energielösungen echte Unabhängigkeit schaffen. KI fungiert hier nicht als Add-on, sondern ist von Beginn an als Kernkomponente des Systems gedacht.
Bart Scholte van Mast (go-e GmbH) und Melanie Schranz (Lakeside Labs GmbH) präsentierten Ergebnisse aus dem Shared-Charging-Projekt: KI und Schwarmintelligenz ermöglichen es, Ladeinfrastruktur dynamisch und ressourcenschonend zu koordinieren – ein greifbares Beispiel dafür, wie verteilte Systeme gemeinsam klüger werden.
Im Anschluss an die Vorträge lud eine moderierte Podiumsdiskussion dazu ein, die Themen zu vertiefen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Das Networking danach nutzte das Publikum intensiv – von ersten Projektsondierungen über Kooperationsgespräche bis hin zu konkreten Folgeterminen.
Unser Fazit: Die Energiewende braucht Leistungselektronik als Rückgrat – und KI als Beschleuniger. Die Region ist gut positioniert, diese Verbindung aktiv zu gestalten.
Das Event entstand erneut in enger Zusammenarbeit zwischen dem SILICON ALPS Cluster und dem Green Tech Valley Cluster – mittlerweile in der sechsten Edition. Mit dem Ziel, zwei starke Ökosysteme rund um Elektronik und Nachhaltigkeit zusammenzubringen und konkrete Synergien zu schaffen.