Berichte
Wie kann die Gesundheitsversorgung der Zukunft aussehen? Genau dieser Frage widmet sich das neue Leitprojekt „Smart Future Hospital“, das von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG initiiert wurde. Gemeinsam mit Unternehmen, Gesundheitsorganisationen und Forschungseinrichtungen soll ein innovatives Modell für eine moderne und resiliente Gesundheitsversorgung entwickelt werden.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Vision eines intelligenten und verteilten Versorgungssystems, das stationäre medizinische Expertise mit häuslicher, mobiler und regionaler Versorgung verbindet. Ziel ist es, ausgewählte Leistungen des Krankenhauses sicher, digital unterstützt und patientenzentriert auch außerhalb klassischer Krankenhausstrukturen zu ermöglichen.
Der geplante Demonstrator eines „Distributed Smart Hospital“ verbindet dabei unterschiedliche Ansätze entlang der gesamten Versorgungskette. Dazu zählen unter anderem Hospital-at-Home-Modelle, mobile Diagnostik und Versorgung, Predictive Care, digitale Patient Journeys sowie Prävention, Ernährung und Recovery. Patient sollen dadurch von der Früherkennung über die Akutversorgung bis hin zur Nachsorge im häuslichen Umfeld begleitet werden.
Das Projekt reagiert auf zentrale Herausforderungen des Gesundheitssystems: eine alternde Bevölkerung, die Zunahme chronischer Erkrankungen, Fachkräftemangel, steigende Kosten im stationären Bereich und Versorgungsengpässe insbesondere in ländlichen Regionen. Gleichzeitig eröffnen technologische Entwicklungen neue Möglichkeiten, die Gesundheitsversorgung effizienter, präventiver und resilienter zu gestalten.
Telemedizin, Sensorik, KI-basiertes Monitoring, Point-of-Care-Diagnostik, mobile Versorgungseinheiten und interoperable Datenräume können dabei eine wichtige Rolle spielen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Technologie und Anwendung bringt der SILICON ALPS Cluster seine Kompetenzen und sein Netzwerk ein.
Die Stärke des „Smart Future Hospital“ liegt insbesondere in der Verbindung unterschiedlicher Kompetenzen. Gesucht werden Partner aus Bereichen wie MedTech, Diagnostik, Sensorik, Mikroelektronik, Software, Künstliche Intelligenz, Datenanalyse, Telemedizin, Konnektivität und Cyber Security. Ergänzt wird das Spektrum durch Expertise aus Pflege, Homecare, Ernährung, Prävention, Logistik und Forschung.
Auch Kreativwirtschaft und Design spielen eine wichtige Rolle: Durch Service Design, Patient Experience, Human-Centered Design und Usability sollen komplexe Technologien und digitale Gesundheitslösungen verständlich, zugänglich und praxistauglich gestaltet werden.
Damit entsteht ein Projekt, das unterschiedliche Branchen und Disziplinen zusammenführt und neue Möglichkeiten für Kooperationen, Pilotanwendungen und Technologietransfer eröffnet.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Phase der Konsortialbildung und Konkretisierung der Projektinhalte. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen sind eingeladen, sich mit Technologien, Produkten, Use Cases, Pilotprojekten, Testumgebungen, Forschungsleistungen oder weiteren Kompetenzen einzubringen.
Der SILICON ALPS Cluster freut sich, als Teil dieses starken steirischen Konsortiums die technologische Perspektive einzubringen und gemeinsam mit Partnern an Lösungen für eine digitale, vernetzte und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu arbeiten.
Interessierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen können sich mit ihren Kompetenzen und möglichen Beiträgen am Projekt beteiligen. Weitere Informationen zum „Smart Future Hospital“ und zu den Möglichkeiten der Mitwirkung finden Sie bei der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG.