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„Zurück in die Schule“, aber diesmal vor dem Bildschirm. Wenn Erwachsene mitten im Berufsalltag ein E-Learning starten, kann sich das überraschend ähnlich anfühlen wie der erste Schultag: ein bisschen Unsicherheit, vielleicht Widerstand, aber im besten Fall vor allem Neugier auf etwas Neues.
Genau diesem Moment widmete sich der 125. Digitaldialog „eLearning – Back to School“, der am 29. September 2026 bei axtesys in Graz stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung von der IT Community Styria (ITCS). Als langjähriges Format des SILICON ALPS Clusters bringt der Digitaldialog regelmäßig Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Digitalisierung und digitale Technologien gemeinsam zu diskutieren.
In den Abend startete Irmgard Hoislbauer, General Manager bei M.I.T e-Solutions, mit ihrem Impulsvortrag „Der immer wiederkehrende erste Schultag – was Erwachsene beim Start eines E-Learnings wirklich brauchen“.
Dabei ging es um eine zentrale Frage: Was entscheidet eigentlich darüber, ob ein digitales Lernangebot angenommen wird oder ob Lernende bereits in den ersten Minuten wieder aussteigen?
Anhand konkreter Projekte und Praxisbeispiele zeigte Hoislbauer, dass erfolgreiches E-Learning weit mehr ist als die digitale Bereitstellung von Lerninhalten. Gerade der Einstieg spielt eine entscheidende Rolle: Lernende müssen wissen, was sie erwartet, einen einfachen Zugang finden und einen unmittelbaren Nutzen erkennen.
Der digitale Lernraum ersetzt dabei nicht automatisch das Klassenzimmer. Vielmehr braucht es neue Konzepte, die Orientierung, Motivation, Interaktion und Selbstständigkeit miteinander verbinden.
Den Auftakt machte Martin Ebner von der TU Graz, Lehr- und Lerntechnologien, mit seinem Beitrag „iMooX – Lernen ganz egal, wo, wann und wie?“.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Lernen durch digitale Technologien unabhängiger von Ort und Zeit werden kann. Plattformen wie iMooX zeigen, wie digitale Bildungsangebote Wissen zugänglich machen und Lernenden mehr Flexibilität ermöglichen können.
Gerade für die berufliche Weiterbildung eröffnet das neue Möglichkeiten: Lernen muss nicht mehr zwingend an einen bestimmten Ort oder fixe Zeiten gebunden sein. Stattdessen können digitale Lernangebote unterschiedliche Lebens- und Arbeitsrealitäten berücksichtigen und Weiterbildung damit niederschwelliger zugänglich machen.
Wie digitales Lernen in einer großen Organisation konkret umgesetzt werden kann, zeigten anschließend Martin Nedelko aus der Fachabteilung IT-Infrastruktur und Petra Portenschlager, eLearning-Koordinatorin aus der Fachabteilung Personalentwicklung der KAGes, in ihrem Beitrag „Digitales Lernen in der KAGes“.
Dabei wurde deutlich: E-Learning ist längst nicht mehr nur eine technische Frage. Gerade in großen Organisationen braucht es das Zusammenspiel von IT-Infrastruktur, Personalentwicklung, geeigneten Lernformaten und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden.
Der Praxisblick der KAGes zeigte damit, welche Anforderungen digitales Lernen mit sich bringt, wenn es in bestehende Organisationsstrukturen integriert und für unterschiedliche Zielgruppen nutzbar gemacht werden soll. Gleichzeitig wurde sichtbar, welches Potenzial digitale Weiterbildung bietet, um Wissen flexibel und unabhängig vom jeweiligen Arbeitsort verfügbar zu machen.
Der 125. Digitaldialog zeigt einmal mehr, warum die Veranstaltungsreihe seit ihrer Initiierung im Jahr 2011 ein fixer Bestandteil der regionalen Digitalisierungslandschaft ist. Gemeinsam mit JOANNEUM RESEARCH, FH CAMPUS 02, IT Community Styria und FH Kärnten bringt der SILICON ALPS Cluster dabei regelmäßig unterschiedliche Perspektiven zusammen.
Von Cyber Security und Künstlicher Intelligenz über Digitalisierung in der Mobilität bis hin zu New Work und digitalen Geschäftsmodellen: Die bisherigen Digitaldialoge haben immer wieder gezeigt, wie breit Digitalisierung gedacht werden muss. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Vortrag selbst, sondern vor allem der Austausch zwischen Teilnehmenden und Expert:innen sowie der Transfer von Wissen in die Praxis.
Der 125. Digitaldialog hat damit ein Thema aufgegriffen, das Unternehmen zunehmend beschäftigt: Wie gelingt Weiterbildung in einer Arbeitswelt, die sich technologisch immer schneller verändert?
Die Antwort liegt wohl weder ausschließlich in neuen Lernplattformen noch in künstlicher Intelligenz. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus guten Inhalten, intuitiven digitalen Lernumgebungen, relevanten Praxisbeispielen und der Bereitschaft, Lernen als kontinuierlichen Prozess zu verstehen.
Der SILICON ALPS Cluster bedankt sich bei der IT Community Styria für die Organisation des 125. Digitaldialogs und bei axtesys für die Räumlichkeiten.
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