🔧 Unternehmen: Ortner Cleanroom Engineering GmbH
🏭 Unternehmensgegenstand und Kernkompetenzen: Die Ortner GmbH ist ein international agierendes Industrieunternehmen mit Sitz in Villach, Österreich. Als innovativer Lösungsanbieter haben wir uns auf Planung, Bau und Management von Anlagen und Geräten spezialisiert, die höchste Anforderungen an partikuläre und mikrobiologische Reinheit stellen. In diesem Bereich fertigen wir unter anderem Personen- und Materialschleusen, Isolatoren und Dekontaminationssysteme für industrielle Fertigungen und besonders anspruchsvolle Umgebungen in Forschungseinrichtungen, medizinischen Einrichtungen, in der Lebensmittel- und Halbleiterindustrie. Darüber hinaus bieten wir einen umfangreichen Service – von Planung, Fertigung, Inbetriebnahme bis zu Wartungsarbeiten und Dekontamination.
Als modernes Industrieunternehmen leben wir von Innovation. Unseren hohen
Qualitätsanspruch stellen wir durch eine eigene Fertigung in Kärnten sicher.
Um beides auch künftig zu gewähren, gehen bei uns digitale und regenerative Transformation Hand in Hand:
- Fortschrittliche Datenaufbereitungssysteme zur kontinuierlichen Optimierung der Maschinen- und Systemperformance
- Umfassendes PLM-System (Product Life Cycle Management) für eine präzise
Nachvollziehbarkeit sämtlicher Prozesse
- BIM-Modelle und digitale Zwillinge für eine noch effizientere Planung und Wartung der Anlagen
- Durchdachte Kreislaufwirtschaftskonzepte
- Transparenz in unserer Lieferkette und Lieferantenauswahl auch nach Nachhaltigkeitskriterien
- Ausgereifte Energiemanagementsysteme, die nicht nur den Betrieb der Anlagen nachhaltig gestalten, sondern auch den Energieverbrauch optimieren und die Ressourcennutzung maximieren
Als werteorientiertes Unternehmen stellen wir bewusst und von Anfang an eine
Wertschöpfung in der Region und möglichst kurze Lieferketten für die zentralen Märkte sicher.
Projektbeschreibung, Ziele und Herausforderungen
Ziel des Unternehmens ist es, künftig regenerativ zu wirtschaften. Um den Weg
dorthin mit realistischen, messbaren Zielen und konkrete Wege & Maßnahmen zur
Dekarbonisierung gemäß des Pariser Klimaabkommens definieren zu können,
brauchte es ein klares Verständnis des Status quo.
Im Themenbereich Nachhaltigkeit – Ökonomisch, ökologisch & sozial – sollten
folgende Beratungsleistungen erbracht werden:
- Emissionsbilanz / Erhebung des Status quo an THG Emissionen, Scope 1, 2 & 3
- Durchführung einer CSRD konformen Wesentlichkeitsanalyse
Ganz konkret ging es darum, zunächst unseren Status quo zu verstehen: Wo stehen wir in Sachen Emissionen, wie hoch ist der Ökologische Fußabdruck
unseres Unternehmens? Welches sind unsere wichtigsten Hebel & Stellschrauben
für Nachhaltigkeitsaktivitäten?
Und zwar in unserem Kerngeschäft und unserer Wertschöpfungskette. Grundsätzlich unterstützen wir die Ziele des Pariser Klimagipfels, die SDGs und den Green Deal der EU. Daher war es uns wichtig, CSRD-konform vorzugehen, auch wenn wir, Stand Herbst 2023, selbst vorerst nicht berichtspflichtig sein würden. Es ging (und geht) uns weniger um Berichterstattung sondern ums TUN. Wir wollen Teil der Lösung sein und zukunftsfähig bleiben.
Als Teil der Lieferkette berichtspflichtiger Kunden wollten wir dennoch
frühestmöglich und transparent relevante Zahlen, Daten & Fakten vorweisen können.
In einem Folgeprojekt beschäftigten wir uns anschließend mit dem Ökologischen Fußabdruck eines unserer Produkte. U. a. als Vorbereitung für Zirkuläres Wirtschaften und den Digitalen Produktpass.
Umsetzung und Erfahrungen
- Kick off- und Abschluss Workshops mit GF und Abteilungsleitenden
- Analyse der Wertschöpfungskette
- Stakeholder Interviews
- IROs,
- Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
- THG Bilanz mit Betrachtung einzelner Umweltaspekte (Wasser, Böden, Luft)
Besondere Herausforderungen und Lösungsansätze
- Teilweise fehlende Verfügbarkeit von Daten, Mischung aus Primär- und Sekundärdaten/ausgabenbasierten und Durchschnittsdaten
Zusammenarbeit mit SAC, Beratern und anderen Beteiligten
Hervorragende Zusammenarbeit mit dem SAC sowie unseren Beratern vom Fraunhofer Institut. 😍 In drei Worten: Angenehm. Professionell. Unkompliziert.
Besonders hervorzuheben ist, dass es uns als Unternehmen denkbar einfach
gemacht wurde, diese wertvolle Förderung in Anspruch nehmen zu können. Unser Aufwand beschränkte sich in erster Linie auf Inhaltliches, fachlichen Input. Alles „Bürokratische“ wurde uns von unserem SAC Projektbetreuer verlässlich abgenommen.
Wurden Ihre Erwartungen im Verlauf des Projekts erfüllt?
Definitiv übertroffen. Trotz der Zusicherung zu Beginn – alles ganz unbürokratisch und einfach – blieb eine leise Skepsis. Völlig unbegründet. Und vor allem: wir konnten dank der umfangreichen Förderung zur rechten Zeit wichtige Voraussetzungen für unseren weiteren Nachhaltigkeits-Weg erarbeiten und internes Know how aufbauen. Und zwar fundiert und perfekt auf uns zugeschnitten. Insofern: DANKE! Und gerne wieder 🙂
Ergebnisse und Impact
- Klares Verständnis des Status quos, unserer Emissionen und größten Hebel und
Stellschrauben. Scope 1, 2 und 3-Emissionen. THG Bilanz nach GHG Protocol.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse, CSRD konform. Bewusstsein, welche Daten künftig
- Bei der intensiven Auseinandersetzung im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden uns mögliche Auswirkungen & Risiken unseres Tuns noch bewusster. Vor allem aber auch Chancen, die sich im Rahmen eines Umdenkens hin zu Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung ergeben. Im intensiven, bereichsübergreifenden Austausch – unterstützt durch unseren Projektpartner – zeigte sich deutlich (und wenig überraschend): unser größter Hebel sind unsere eingesetzten Rohstoffe und die Langlebigkeit unserer Produkte.
- Wertvolle Untermauerung für eine unserer vier strategischen Stoßrichtungen:
Regenerative Transformation. Sowie für unseren Dekarbonisierungspfad und
Transitionsplan.
Abschluss und Ausblick
Bestärkung & Bewusstsein
Das bessere Verständnis des Status quo, die Diskussionen im Rahmen der beiden
Förderprojekte (CCF und PEF) haben uns klar bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein
mit unserer strategischen Entscheidung in Richtung Nachhaltigkeit und regenerative
Transformation. Die sich zudem hervorragend mit der Innovations-DNA unseres
Unternehmens verträgt. Ein erstes neues Geschäftsfeld ist bereits in der Umsetzung,
weitere werden folgen.
Aber auch: kein zukunftsfähiger wirtschaftlicher Erfolg ohne intakte Natur.
Das war u. a. der Grund, nicht nur einen klassischen CO2-Fußabdruck zu berechnen,
sondern einen weiter gehenden Ökologischen Fußabdruck in einem Folgeprojekt. Und
auch bei Wesentlichkeitsanalyse und Treibhausgas-Bilanz schauten wir uns explizit das
Thema Biodiversität an (also die Artenvielfalt, die genetische Vielfalt der Arten und die
Vielfalt der Ökosysteme).
ESG ist gekommen um zu bleiben. Die regenerative Transformation hin zu zirkulärem
Wirtschaften und unser Anspruch, klimapositiv zu werden (Mehr geben als Nehmen)
ist ein Marathon. Und wird uns in den kommenden Jahren nicht als Projekt sondern
übergreifend in all unseren Unternehmensbereichen und Prozessen beschäftigen. Die Erhebung unseres Corporate- und Produkt Fußabdruckes, die erste THG Bilanz und insbesondere die Wesentlichkeitsanalyse waren eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.