Nachbericht zum 83. Digitaldialog “Die Zukunft der Leistungselektronik”

NACHBERICHT des 83. Digitaldialogs

1. Juni, 17 Uhr, ONLINE

FH Kärnten, Engineering & IT

 

Pünktlich um 17:00 Uhr eröffnete die Moderatorin Dr. Ulla Birnbacher, Professorin für Nachrichtentechnik und Signalverarbeitung der FH Kärnten sowie stellvertretende Studienbereichsleiterin des Studienbereichs Engineering & IT den 83. Digitaldialog, der von der FH Kärnten zum Thema „Die Leistungselektronik der Zukunft“ veranstaltet wurde. Die Fachhochschule Kärnten ist seit 2 Jahren Kooperationspartner von Silicon Alps und veranstaltete zum dritten Mal den Digitaldialog, eine Veranstaltungsreihe des Silicon Alps Clusters.

Folgende Fragen zur Leistungselektronik wurden für diese Veranstaltung vorab aufgeworfen:

  • Die Leistungselektronik wird als Schlüsseltechnologie der Zukunft gesehen. Warum ist das so?
  • Was ist damit möglich und wie betrifft uns das im täglichen Leben?
  • Und wie wird sich der Jobmarkt in dieser Richtung entwickeln?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde ein spannendes Programm aus drei Keynote-Vorträgen zusammengestellt. In diesem Rahmen wurde auch das neue englischsprachige Master-Studium „Industrial Power Electronics“ vorgestellt, das im Oktober 2021 an der FH Kärnten, Campus Villach, erstmals starten wird.

Zu Beginn des Digitaldialogs begrüßte der LH Dr. Peter Kaiser mittels einer vorab übermittelten Videobotschaft das Publikum, welches sich aus rund 53 Personen zusammensetzte. Er betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der Leistungselektronik in Kärnten und insgesamt und die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Kärnten, der Industrie und der FH Kärnten. In Kärnten startete letztes Jahr auch ein neues Modell „Lehre + Studium“, welches Maturant*innen anspricht und nach der Matura die Lust auf ein technisches Studium und parallel dazu eine technische Lehre machen soll.

1. Vortrag: Infineon Technologies

Der erste Impulsvortrag wurde von DI Herbert Pairitsch, Infineon Technologies, präsentiert und widmete sich dem Thema „Leistungselektronik als Schlüsseltechnologie der Zukunft“. Herr DI Pairitsch hat die divisionale Verantwortung für Forschungsförderung bei Power & Sensor Systems, und koordiniert u.a. nationale und internationale kooperative Forschungsprojekte im Kontext von energieeffizienter Elektronik. Er zeigte auf, warum die Leistungselektronik wichtig ist, wo überall die Leistungselektronik benötigt wird, wie uns das im täglichen Leben betrifft und was sich in der Leistungselektronik noch ändern wird.

2. Vortrag: Silicon Austria Labs

Im zweiten Impulsvortrag, vorgetragen von Dr. Rudolf Krall von Silicon Austria Labs, ging es um einen tieferen Einblick in die Leistungselektronik. Der Titel lautete: „Mit mehr Power in die Zukunft?“. Herr Dr. Rudolf Krall gründete ein Ziviltechnikerbüro für Elektrotechnik und wechselte nach fast drei Jahren Selbstständigkeit im Herbst 2019 zu SAL, wo er seit Oktober 2019 die Division Leistungselektronik leitet. Im Vortrag stellte Herr Krall die SAL vor (das neue Gebäude in Villach, die LAB Flächen, die Aufbaupläne für die Mitarbeiter*innen und die neuen Kooperationsmodelle).

3. Vortrag: FH Kärnten

Im dritten Vortrag bekam das Publikum einen Überblick über den neuen englischsprachigen Master-Studiengang „Industrial Power Electronics“ von Dr. Michael GLAVANOVICS, der Lead Principal Engineer am Kompetenzzentrum für Automobil- und Industrieelektronik in Villach ist und mit der FH Kärnten seit 2018 den neuen Masterstudiengang Industrial Power Electronics, der im Herbst 2021 in Villach starten wird, und dem er als Studiengangs-Leiter vorstehen wird, entwickelte. Er beschrieb exemplarisch die geplanten Modulinhalte und didaktischen Konzepte sowie die bereits bestehenden Kooperationen mit Industriepartnern und Universitäten zum Study + Work Programm. Er präsentierte die Studieninhalte des neuen Master-Studiums, das Curriculum, die Zugangsvoraussetzungen und das Aufnahmeverfahren und kündigte auch gleich die nächste Infosession zum Studium am 24. Juni um 18:30 Uhr im Rahmen der Master Session ONLINE der FH Kärnten an.

Podiumsdiskussion und Publikumsfragen

Für die Diskussion wurden alle drei Keynotes-Speaker in den Vordergrund geholt, um die Fragen aus dem Publikum zu beantworten.

Es wurden Fragen wie zB „Gilt ein Mechatronik-Studium als Zugangsvoraussetzung für das master-Studium „Industrial Power Electronics?“ oder „Wo werden wir in 5-10 Jahren mit der Leistungselektronik stehen?“ gestellt.

Insgesamt kann man sagen, dass jetzt richtig Schwung aufgenommen wird in der Leistungselektronik. Es gibt immer mehr Substitutionen von klassischer Energie, welche aber stets leistbar bleiben müssen. Im Fernverkehr könnte eventuell mehr der Wasserstoff angewendet werden, generell werden aber unterschiedliche Energiequellen eingesetzt werden. Ohne Leistungselektronik, die eine immer wichtiger werdende Rolle einnimmt, da der Bedarf immer größer werden wird, wäre dieser Schritt nicht möglich.

Die FH Kärnten geht hier mit dem neuen Master-Studium „Industrial Power Electronics“ ab kommenden Herbst einen Schritt voraus, dem hoffentlich noch andere Hochschulen folgen werden.

 

Der komplette Livestream zum Nachsehen