Nachbericht zum 89. Digitaldialog: “Green Technologies for a Sustainable Future”

Der 89. Digitaldialog der FH Kärnten, Studienbereich “Engineering & IT” wurde online durchgeführt und widmete sich dem Thema “Green Technologies for a Sustainable Future”. “Green Technologies for a Sustainable Future” behandelt technische Maßnahmen zur Erreichung der europäischen Klimaziele aus verschiedenen Blickwinkeln.

Smart from the Start through Additive Fabrication
Lisa-Marie Faller, FH Kärnten, ist Leiterin der ADMiRE-Forschungsgruppe für Additive Fertigung, intelligente Robotik, Sensoren und Engineering, welche sie in ihrem Vortrag beschreibt. Die Gruppe arbeitet an neuen Materialien und Technologien für die additive Fertigung, neuartigen Sensoren und Greifersystemen für Roboteranwendungen mit besonderem Schwerpunkt auf Rapid-Prototyping-Technologien und Materialien für den Druck. Sie diskutierte im Vortrag Material-Aspekte im Hinblick auf eine grünere Industrie, wie also Additive Fertigung die Situation verbessern kann. Additive Fertigung führt zu niedrigeren Produktionskosten, größerer Freiheit bei der Gestaltung, Überwindung von Problemen in der Lieferkette. Sie spricht auch die Hauptursachen für die Verschwendung beim 3D-Druck an. Weiters gibt sie einen Einblick über derzeitige Verwendung des 3D-Drucks zB in der Medizin.

Welche Rolle nehmen Materialien beim Design kreislauffähiger Produkte ein?
Mateusz Wielopolski, AEVOLUTION, ist ein international tätiger Experte für nachhaltige Materialtechnologien und Circular Design in der Produktentwicklung. Er gründete vor zwei Jahren die Firma ÆVOLUTION, die auf nachhaltiges zirkuläres Produktdesign mit Polymeren und Verbundwerkstoffen spezialisiert ist und spricht in seinem Vortrag über den wahren Wert von Materialien, über das Denken in Lebenszyklen und den Entwurf, also das Design von Produkten im Lebenszyklus. Die Bereitschaft für Nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen ist absolut gegeben, meint er.

Smarte Materialien für eine grünere Industrie
Zu diesem Zweck hat die Fachhochschule Kärnten einen Lehrgang „Smart Materials“ entwickelt, der im Detail vom Lehrgangsleiter Pascal Nicolay, Stiftungsprofessor und Leitung des Forschungszentrums CiSMAT – Carinthia Institute for Smart Materials – vorgestellt wurde. Die Teilnahme am Lehrgang ist für Mitarbeiter*innen und Eigentümer*innen von KMUs bei Anmeldung über DIH Süd heuer kostenlos.

Abgerundet wird die Vortragsreihe durch die Betrachtung einer Kreislaufwirtschaft, die ein langfristiger Ansatz ist, um Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen:

Wirtschaftliche und nachhaltige Auswirkungen der additiven Fertigung für Rapid Tooling
Willem Maat, Philips Austria, ist Industrieprojektleiter bei Philips in Klagenfurt mit der Spezialisierung auf additive Fertigung und nachhaltige Technologien. In seinem Vortrag führt er das optimale Herstellungsverfahren für Rapid Tooling an, bringt eine Fallstudie zu flexiblen Werkzeugen für automatisierte Montagelinien, mögliche Herstellungsverfahren für Rapid Tooling und zeigt noch eine weitere Fallstudie zur Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsbewertung. Am Schluss zeigt er nochmals das Potential der additiven Fertigung auf.

Im Anschluss an die drei Keynotes gab es noch eine anregende und aufschlussreiche Diskussionsrunde.

Der Moderator lud zum nächsten Digitaldialog der Veranstaltungsreihe sowie zum nächsten Digitaldialog der FH Kärnten am 18. Oktober zum Thema Smart Health – Ambient Assisted Living. ein.

Präsentationen & Informationen

 

Aufzeichnung (YouTube)