Nachbericht zum 88. Digitaldialog: “Internet of Things”

Five o’Clock: It’s Tea Time! Im Rahmen des 88. Digitaldialogs wurde aus dem “Tea” kurzerhand ein “IoT” gemacht, hieß das Motto am 25.1. doch: Internet of Things: Wenn “Dinge” reden könn(t)en…

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) umfasst ganz allgemein jedes Objekt, das mit dem Internet verbunden werden kann; dazu zählen beispielsweise Maschinen, Autos und mobile Endgeräte. Blickt man etwas genauer hin, dann bezeichnet das IoT verbundene Dinge, die mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet sind, um Daten zu übertragen und zu empfangen. Im Rahmen des 88. Digitaldialogs wurden den rund 60 TeilnehmerInnen spannende IoT-Anwendungen aus der Silicon Alps Region von bzw. für kleine(n) und große(n) Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen vorgestellt.

Den Anfang machte Kay Römer, Leiter des Instituts für Technische Informatik an der TU Graz. Als international ausgewiesener IoT-Experte koordiniert er u.a. das LEAD-Projekt “Verlässlichkeit im Internet der Dinge”, das erste Forschungsexzellenzzentrum der TU Graz. “Das IoT wird zunehmend in kritischen Anwendungen wie Fabriken oder Fahrzeugen eingesetzt und muss daher absolut verlässlich und sicher funktionieren, um nicht Menschen und Infrastrukturen zu gefährden”, so Kay Römer.

Mit Gernot Theuermann, CTO der NET-Automation GmbH, wurden dann die schier unbegrenzten Möglichkeiten im IoT unter die Lupe genommen. So macht die industrietaugliche IoT-Hardware NETBEE beispielsweise eine Smart City Umweltstation möglich. Straßendiagnose, Kühlkettenüberwachung, Bremskraftmessung von Schienenfahrzeugen – alles kein Problem mit der richtigen Hard- und Software. Der Einsatz von IoT ist für Gernot Theuermann “das nächste Level der Digitalisierung”.

Ist das Internet der Dinge ein Spielplatz nur für die Großen? Die Antwort darauf – ein klares “Nein” – lieferte Stefan Schafranek, Geschäftsführer der DIH SÜD GmbH. Der Digital Innovation Hub Süd ist ein Kompetenznetzwerk, das als Koordinations- und Anlaufstelle für KMU zum Thema Digitalisierung im Raum Süd-Österreich dient. “Wir wollen Digitalisierung möglich machen”, berichtet Stefan Schafranek. Und damit ist auch das Internet der Dinge ein Schwerpunkt im DIH Süd.

Der 88. Digitaldialog startete mit Verlässlichkeit & Sicherheit. Markus Pistauer stellte im letzten Vortrag einen weiteren Punkt in den Fokus: “Vertrauen und Internet of Things gehören zusammen, wenn man von einer globalisierten Welt sprechen will”. Für den Gründer und CEO der CISC Semiconductor GmbH ist Vertrauen die Basis, um wettbewerbsfähige und innovative Produkte mit kundenorientierten technischen Lösungen anbieten zu können. Und am Beispiel der COYERO Mobile Platform, einem App-basierten regionalen Marktplatz für Dienstleistungen und Produkte, wurde gezeigt, wie sich IoT und Regionalität perfekt matchen können.

Präsentationen

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