[:de]”Der Mensch im Digitalen Zeitalter”[:]

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“Der Mensch im Digitalen Zeitalter”

Wie beeinflusst Digitalisierung unseren Alltag? Welche Chancen und Gefahren weist diese auf? Und…ist unsere Gesellschaft bereit, die Risiken und Rebound-Effekte zu verstehen und zu mindern?

Der universitätsweite Workshop an der Alpen Adria Universität (vom 28.-29.06.2017) hat verschiedene Sichtweisen des Themenbereichs „Der Mensch im Digitalen Zeitalter“ („Mind, Culture and Behaviour in the Digital Age”) beleuchtet, mit dem Ziel, künftige Forschungspotentiale an der Alpen Adria Universität zu identifizieren.

In 74 Vorträgen und drei Diskussionsrunden wurden Themen wie: Digitalisierung und Alltagspraktiken, Digital Health Communication & Management, Medienbildung, Auswirkungen der vernetzten und autonomen Systeme, Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Digitale Geographie der Menschen, Lernen und Lehren 4.0 sowie Digitale Editionen höchst interdisziplinär behandelt. Darüber hinaus boten renommierte Vortragende als Keynotes eine anregende Perspektive über die Chancen der Digitalisierung und die Zukunft des Internets (Web3 oder dezentrales Web) an.

Als besonders prägnant erscheint die hohe Bereitschaft der TechnikwissenschaftlerInnen, sich mit den gesellschaftlichen Konsequenzen ihrer Entwicklungstätigkeiten zu befassen und über die moralische Dimension der künftigen Techniknutzung zu reflektieren.

Gibt es inhärent „gute“ und „böse“ Techniken? Die Antwort ist hier abhängig von der Unterscheidung zwischen dem instrumentellen Verständnis einer wertneutralen Technologie, entsprechend den Problemen aus den verwerflichen Motiven oder Fahrlässigkeit in der Nutzung („Es kommt darauf an, was man mit Techniken macht“) und der normativen Perspektive (Techniken sind in ihrer Gestaltung bereits so wirkungsmächtig, dass sie den Alltag stark beeinflussen). Die normative Perspektive einer keineswegs wertneutralen Technikgestaltung wurde von allen am Workshop teilnehmenden WissenschaftlerInnen vertreten.  Zum Beispiel plädiert Samira Hayat vom Institut für vernetzte und eingebettete Systeme für die bevorzugte Entwicklung und Bewusstmachung von zivilen Drohnenapplikationen als Gegenpole zu den militärischen Anwendungen. David Ahlström, Martin Hitz und Gerhard Leitner (Institut für Informatik Systeme) heben die Notwendigkeit einer intelligenten „Mensch Umgebung Interaktion“ als Antwort auf Nutzerprobleme wie „Information Overload“, Überförderung der mentalen Modelle und „survival of the fittest“ im Rahmen der Digitalisierung hervor. Stefan Rass und Peter Schartner (Institut für Angewandte Informatik) setzen sich für Security und Privacy als inhärente Eigenschaft aller Prozesse, die dem Informationsgewinn dienen (Security/Privacy-by-Design), ein.

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