PCCL: „RETINA“ ermöglicht Einzigartiges in Österreich

„Nanoindentation“ ist vielleicht nicht für jeden ein Begriff, ist aber im Bereich der Materialcharakterisierung für Metalle (dh sehr harten Materialien) und auch sehr weichen Materialen (zB Biomaterialien) eine bekannte Methode zur mechanischen Charakterisierung bzw. Härtebestimmung.

Aber wenn es zu Härtegraden im mittleren Bereich wie zB bei Kunststoffen kommt, konnte diese Methode bis jetzt nur mit Einschränkung Anwendung finden. Bis jetzt! Die Polymer Competence Center GmbH (PCCL) hat im Rahmen des Österreich-Slowenischen INTERREG Infrastrukturnetzwerkprojektes „RETINA“ die Möglichkeit erhalten, seine Kompetenzen um diese in Österreich einzigartige Charakterisierungsmethode für Kunststoffe zu erweitern. Im Rahmen des RETINA Projektes wird am PCCL das Ultra-Nanoindentation-Messsystem UNHT3 von Anton Paar nicht nur im Hinblick auf die Software angepasst, sondern auch eine operative Adaptierung für Kunststoffe entwickelt. Hierfür konnte auch eine neue PCCL-Mitarbeiterin gewonnen werden. „Der Vorteil von Nanoindentation gegenüber bisherigen Methoden ist die Anwendungsmöglichkeit im Nanometerbereich, dh Charakterisierung von sehr kleinen Proben (geringer Materialbedarf) bzw. auch von sehr dünnen Schichten (siehe Mikroelektronik)“ zeigt sich DI Petra Christöfl über ihren neuen Aufgabenbereich begeistert. Das PCCL sieht in diesem Projekt nicht nur einen wissenschaftlichen Mehrwert, sondern auch die Möglichkeit für die Industrie, die Lücke in der Nanoindentation von verschiedensten Polymeren mittels einer einheitlichen Methode zu schließen.

 

FotoPCCL: Neue PCCL Mitarbeiterin Petra Christöfl am Nanoindenter von Anton Paar

 

Rückfragenhinweise:
Mag.aPetra Dobnik
Polymer Competence Center Leoben GmbH
Roseggerstrasse 12, 8700 Leoben
03842 / 42962 – 13
petra.dobnik@pccl.at;www.pccl.at

 

Zum PCCL:

Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) ist das führende österreichische Zentrum für kooperative Forschung im Bereich Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Gemeinsam mit Unternehmen der Kunststoffwirtschaft und Universitäten (u.a. Montanuniversität Leoben) werden von den knapp 100 hochqualifizierten MitarbeiterInnen F&E-Projekte für innovative Kunststofflösungen in einem breiten Feld von Anwendungen (von Automotive-, Luftfahrt- und Packaging- bis hin zu Solar- und Photovoltaikanwendungen) bearbeitet. Ergänzt wird dieses durch das K-Projekt „Polymer Composites for Thermally Demanding Applications (PolyTherm)“ im Bereich von polymerbasierenden Kompositen für Anwendungen in der Elektrotechnik und Elektronik (www.pccl.at).