#ChampionsDerKrise

Wie Startups und Hochschulen als Vorbilder in der Krise agieren

März 2020 – die ganze Welt steht plötzlich vor einer noch nie da gewesenen Situation.
Die Corona-Krise ist eine herausfordernde Lage, die weltweit niemanden verschont. Geschäfte und Gastronomie werden geschlossen, an Baustellen darf nicht mehr gearbeitet werden, viele Firmen müssen ihre MitarbeiterInnen in Kurzarbeit schicken oder sogar entlassen. Lieferketten brechen ab und vielfach kann nicht mehr produziert werden. Vor allem KMUs, EPUs und Startups trifft es von Anfang an extrem schwer.

Für unsere #ChampionsDerKrise jedoch kein Grund um still zu stehen!

In unserem Video zeigen wir euch, mit welcher Innovationskraft Steirer und Kärntner Startups und Hochschulen diese fordernde Zeit gemeistert haben. Mit agilem Handeln, innovativen Ideen und vorbildlichem Engagement wurden die Herausforderungen der COVID-19-Krise angenommen und zu Chancen gewandelt. Diese Unternehmen präsentieren uns, dass eine Krise nicht automatisch auch eine “Unternehmenskrise” bedeuten muss.

Unsere #ChampionsDerKrise

Mit ihrer webbasierten Plattform IKOSA® bietet KML Vision eine Softwarelösung für skalierbares Bilddatenmanagement und die automatisierte Bildanalyse made in Austria, die vorwiegend im Bereich der Life Sciences angewendet wird. In der Krise wurde schnell reagiert: Von einem kanadischen Forschungsteam wurde eine Analyse entwickelt, um auf Lungenröntgenbildern Veränderungen, die aufgrund von Covid-19 Erkrankungen hervorgerufen werden, zu detektieren. Da man für deren Anwendung jedoch Programmierkenntnisse benötigt, hat KML Vision diese Analyse in IKOSA® integriert und somit für jeden online, frei und auf möglichst einfache Art und Weise zugänglich gemacht. Vor allem Ärztinnen und Ärzte sowie weitere in der medizinischen Forschung tätige Personen konnten davon profitieren.

Edera Safety schafft physische Produkte, indem es Industriedesign und Elektronik miteinander kombiniert. Der Einsatz eines Cloud-basierten Workflows und agiler Toolsets ermöglicht es dem Unternehmen, die Markteinführungszeiten ihrer Kunden radikal zu verkürzen und Transformationsprozesse in Unternehmen voranzutreiben. Auf die Anforderungen der Krise reagierte das steirische Designstudio mit der Entwicklung neuer Konzepte, wie man zukünftig, unter Einhaltung der Covid-19 bedingten Gesundheitsauflagen, sicher Reisen kann.
In internen Design-Sprint-Workshops wurden hierzu drei unterschiedliche Konzepte erarbeitet:

Als Angehörige/r von einem selbstständig lebenden, älteren Menschen will man diesen unterstützen, ohne unnötig in dessen Selbstbestimmungsrecht und dessen Selbstständigkeit einzugreifen. P.SYS caring systems entwickelt das erste, nicht-invasive Assistenz-System für selbstständig lebende Personen und deren Angehörige, sowie für das Pflegepersonal in Instituten. Dadurch ermöglicht P.SYS ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
In der Krise hat P.SYS caring systems erkannt, dass der P.SYS Bettmonitor mithilfe minimaler Anpassungen für das Monitoring von Patienten in Not-Hospitälern eingesetzt werden kann. Durch einen indischen Partner des Unternehmens wurde in dieser Hinsicht speziell das Bedürfnis für dieses System in Entwicklungsländern als neues Anwendungsfeld hervorgehoben. Damit hat das Unternehmen in dieser Krise neue Märkte mit neuen Chancen entdeckt.

Der P.SYS Bettmonitor ist das erste aus dem Detect und Connect-Projekt (FFG-Basisprogramm & KWF Anschlussförderung) hervorgehende Produkt. Dieser wird mittels einer AWS-Preseed Förderung die Marktreife erreichen.

   

sanSirro Sportswear ermöglicht individuelles Design für Sport- und Freizeitbekleidung im Hobby- und Leistungssport. Mit ihrer Zweitmarke QUS Body Connected haben sie ein Smart Shirt entwickelt, dass alle relevanten Vitaldaten, wie Herz- oder Atemfrequenz misst. Zudem sind Sensoren integriert, die alle wichtigen Geodaten wie GPS, Beschleunigung oder Höhenmeter, erfassen.
In der herausfordernden Zeit hat Sansirro über 200 zusätzliche Leute engagiert und ihr hauseigenes Kaffee in eine Näherei umfunktioniert, um insgesamt ca. 220.000 face shields, um die 350.00 individuelle Mund-Nasen-Masken und um die 750.000 zertifizierten Gesundheitsmasken der Grabher-Group zu produzieren.

Es gibt längst äußerst vielversprechende Technologien, um im Kampf gegen den Klimawandel voranzukommen und sogar zu gewinnen – diese werden aber leider noch viel zu wenig eingesetzt. Deshalb haben EET – Efficient Energy Technology GmbH ihren SolMate konzipiert und entwickelt, den ersten Stromspeicher mit leichtem Solarpanel für den Balkon zum selbst Anstecken an der Steckdose. SolMate hilft dabei die Stromkosten zu senken, bietet gleichzeitig einen Sichtschutz für den Balkon mit Funktion und leistet einen großen Beitrag, um dem Klimawandel entgegen zu wirken.
Durch die Covid-19 Situation hat das Unternehmen gemerkt, dass die eigene, autarke und dezentrale Energieversorgung immer wichtiger wird. Die Nachfrage nach dem SolMate ist immens gestiegen und konnte noch gar nicht bedient werden, da durch die Krise wichtige Lieferketten abgebrochen sind. Deshalb hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, in Zukunft mehrere Schritte des Assemblings intern zu sich ins Haus zu holen, um so mehr Unabhängigkeit von Zuliefer- und Partnerfirmen zu schaffen. Der Großteil der Wertschöpfung befindet sich dann intern im Unternehmen.

 

Das smart lab Carinthia der FH Kärnten ermöglicht es an zwei Standorten ergänzend zum Unterricht Innovation, neuartige Produktionsprozesse und das Erstellen von Prototypen hautnah zu erleben. Das umfangreiche Workshop Programm bietet SchülerInnen die Möglichkeit, zukünftige Prozesse selbst zu erarbeiten und zu erleben.

In der Krise war das smart lab der FH Kärnten Teil der MakerVsVirus Initiative, die das Ziel hatte, Menschen und Organisationen, die in der Pandemie Equipment oder Ersatzteile brauchen, mit Makern und Makerspaces, die diese produzieren können, zusammen zu bringen. Mit der Unterstützung von Privatpersonen und Firmen aus Kärnten konnten Krankenhäuser, ÄrztInnen, Schulen und Kindergärten mit über 8500 Face Shields beliefert werden. Zudem ist auch eine tolle Community entstanden, die für zukünftige Projekte gepflegt wird.

   

Auf einer Fläche von mehr als 800 m² bietet das Schumpeter Labor für Innovation (SLFI), ein Teil des Instituts für Innovation und Industrie Management, eine Plattform für den Austausch von Studierenden, ForscherInnen, Start-Ups und etablierten Industrieunternehmen. Es bietet Zugang zu modernster Infrastruktur, digitalen Produktionsmaschinen sowie umfangreichen Multimedia- und Kommunikationssystemen, mit dem Zweck die Zusammenarbeit der beteiligten AkteurInnen und die daraus resultierende Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung optimal zu unterstützen.
Während Covid-19 war auch das Schumpeter Labor für Innovation Teil der MakerVsVirus Initiative und wurde von seiner Community mit über 30 zusätzlichen 3D-Druckern ausgestattet. Das Labor produzierte zu Beginn der Corona-Krise 3D-gedruckte Gesichtsschilder für die steirische Krankenanstaltengesellschaft KAGes. Der Institutsleiter Christian Ramsauer nützte seine Kontakte in die Industrie und das Innovations-Know-how seines Institutes, um ein österreichweites Netzwerk zu spannen, das sich um heimische Lösungen und Produktentwicklungen zur Bewältigung der Corona-Krise bemüht. Dadurch entstand eine COVID Task Force Industrie, die folgende Ergebnisse repräsentiert: die zunächst am Schumpeter Labor 3D-gedruckten Face Shields, die nun die Firma Payer Medical in Serie produziert, eine Desinfektionsstraße zur Wiederaufbereitung von Schutzkleidung von Ortner Group, Christof Group, Saubermacher und VTU sowie ein Notfalls-Beatmungsgerät der Firma Hage Sondermaschinenbau.

…UND HIER SIND SIE!

 

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