56. Digitaldialog | Cyber Security – Stand der Technik & neue Herausforderungen

v.l.n.r.: Stefan Marksteiner (JOANNEUM RESEARCH), Ulfried Paier (Raiffeisen Rechenzentrum), Robert Lambrecht (KPMG), Staatssekretärin Karoline Edstadler (BM.I), Heinz Mayer (JOANNEUM RESEARCH), Gert Weidinger (KPMG), Klaus Gebeshuber (FH Joanneum)

56. Digitaldialog | Cyber Security – Stand der Technik & neue Herausforderungen

Rund 200 Interessierte fanden sich am 29. Mai zum 56. Digitaldialog zum Thema „Cyber Security – Stand der Technik & neue Herausforderungen“ in der Aula der Alten Universität in Graz ein. Gastgeber und DIGITAL-Institutsdirektor DI Dr. Heinz Mayer freute sich über die starke Resonanz und wies auf die aktuelle nationale Studie „Cybersicherheit in Österreich“ hin, die von KPMG und dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) erstellt wurde. Die JOANNEUM RESEARCH präsentierte als Mitveranstalterin des 56. Digitaldialogs ausgewählte Forschungsergebnisse der jungen Kompetenzgruppe „Cyber Security and Defence“ von DIGITAL, dem Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien.

Die Vortragenden konzentrierten sich auf die Herausforderungen in modernen Rechenzentren und präsentierten Strategien für Sicherheitstests von Unternehmensnetzwerken.

Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion war eine Präsentation von KPMG-Direktor DI (FH) Robert Lamprecht, der zum Thema „Cyber Security in Österreich“ referierte. Im Vordergrund stand dabei die Frage, wie österreichische Unternehmen den neuen Herausforderungen der Cyberkriminalität begegnen und welche Cyber-Security-Maßnahmen getroffen werden sollten. „Es ist  nicht verwunderlich, dass das World Economic Forum ,Cyber Security‘ als eines der Top-5-Risiken quantifiziert, neben extremen Wetterphänomenen, Naturkatastrophen, unzureichender Reaktion auf den Klimawandel und der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen“, so Lamprecht.

Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung spielen den Cyberkriminellen zusätzlich in die Hände. Schritt für Schritt muss ein neues Cyber-Sicherheitsdenken in Österreichs Unternehmen Einzug halten. Die Folgeschäden durch Cyberangriffe können ins Unermessliche gehen und zählen zu den gefährlichsten Unternehmensrisiken. „Cyber Kriminalität ist eines der am stärksten wachsenden Kriminalitätsfelder. Allein von 2015 auf 2016 ist der Anteil der angezeigten Delikte um rund 30 Prozent gestiegen und auch von 2016 auf 2017 haben wir nahezu 30 Prozent Anstieg zu verzeichnen. Die Digitalisierung bringt uns sehr viele Vorteile, ob es im Bildungsbereich ist, im Bereich der Wirtschaft oder auch im E-Government. Wir alle profitieren davon. Aber wir müssen uns auch der Gefahr bewusst werden und hier auf die Sensibilisierung bei den Unternehmen hinarbeiten. Cyber Sicherheit ist ein zentrales Thema im Bundesministerium für Inneres und wird auch ein zentrales Thema unserer Ratspräsidentschaft sein“, betonte Mag. Karoline Edtstadler, Staatssekretärin, Bundesministerium für Inneres, bei ihrem Vortrag.

Abschließend sprach DI Stefan Marksteiner, Key-Researcher bei JOANNEUM RESEARCH DIGITAL, über die neu eingerichtete Kompetenzgruppe „Cyber Security and Defence“: „Wir kümmern uns um Sicherheitsarchitekturen und Sicherheitsmodelle. Wir arbeiten hier eng mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung zusammen. Dort ist von Interesse, was ein Angreifer sieht. Aber es sollen auch jene Geräte identifiziert werden, die im Netzwerk überhaupt nichts zu suchen haben.“

Im Anschluss an den 56. Digitaldialog nutzten die Gäste den Rahmen für angeregte Diskussionen.

Der Digitaldialog ist eine Veranstaltungsreihe des Silicon Alps Clusters und wird in Kooperation mit dem FH Campus 02, der JOANNEUM RESEARCH, der IT Community Styria und als Medienpartner der Kleine Zeitung durchgeführt. Bei dieser Reihe, die bereits im Jahr 2011 von der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG ins Leben gerufen wurde, geben anerkannte Technologieexperten Einblick in ihr Betätigungsfeld. Beim abschließenden Dialog bestand die Möglichkeit, mit ihnen zu diskutieren und sich zu vernetzen.

Moderation: Heinz MAYER (JOANNEUM RESEARCH)

Präsentationen: