RFID-Hotspot

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Infineon Technologies

21. März 2017
Infineon Technologies Austria AG
Graz, Austria

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Stefan ROHRINGER
(Infineon Technologies Austria AG

Manfred AIGNER
(Yagoba GmbH)

Marcus  JANKE
(Infineon Technologies AG)

Roderick BLOEM
(TU Graz, Insitute of Applied Information Processing and Communications)

Dominik BERGER
(2be1 Consulting)

Christian PHILIPP
(Silicon Alps Cluster)

Der RFID Hotspot ist volljährig

Zum bereits 18. Mal trafen sich die Experten aus dem Bereich der RFID beim Gastgeber Infineon Technologies in Graz. Das Thema „Wertvoll durch Sicherheit“ sorgte für einen vollen Vortragssaal und hervorragende Vorträge.

Die Atmosphäre war sehr vertraut. Nahezu alle TeilnehmerInnen kennen sich untereinander und schon bei der Begrüßung spürte man den Spirit und die Vertrautheit, die dieses Format in den vielen Veranstaltungen und Jahren kultiviert hat.

Über den Wert der Sicherheit in der RFID oder NFC Kommunikation wurde den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein diskutiert. Infineon Technologies beispielsweise sieht die zentrale Rolle der Security ganz im Kern von einem Produkt. Security sollte dabei nicht als Nachtrag oder Appendix um das fertige Produkt herum konfiguriert werden. Stefan Rohringer von Infineon Graz stellte klar, dass sich Security, wenn sie optimal und wertvoll sein soll, sich durch alle Ebenen des Produktes ziehen muss. Heutzutage aus Versehen den Reifendruck des Autos neben einem an der Ampel angezeigt zu bekommen ist harmlos, aber die Zukunft und autonomes Fahren beispielsweise stellen ganz neue Herausforderungen an die Security der Nahfeldkommunikation. Infineon Technologies sieht hier einen Markt mit sehr hohem Volumen im Bereich künftig benötigter Security Lösungen.

Themengeber und Vortragender Manfred Aigner von Yagoba brachte wichtige Impulse für den Abend. „Wie verkaufen wir Security?“ war eine seiner zentralen Fragen in seinem Vortrag. Er machte Mut, umzudenken und so einen eigenen Weg zu finden, um ganze Märkte durch Andersdenken zu erschließen.  Wichtig und zentral hierbei, führt er an, ist es, nicht nur die finanziellen Aspekte bezgl. dem Wert der Security zu betrachten.

Sehr anschaulich präsentiert Markus Janke von Infineon Technologies. Seine Kernfrage, ob 100% Security realistisch ist, führte er an unterschiedlichen Alltagsgegenständen wie einem Tachometer oder einen handelsüblichen Tresor vor. Die Bedrohungen, die ein System angreifen, sind analog oder digital nahezu deckungsgleich. Manipulative, observative, semi-invasive und logische Bedrohungen sind die Angriffsklassen, welche bei mechanischen und elektronischen Systemen absolut kongruent sind. Am Ende gelang es Herrn Janke, einen handelsüblichen Schranksafe mit einem geschicktem Schlag seiner Faust zu öffnen, was zusätzlich verdeutlichte, wie wichtig der Wert einer funktionierenden Security Lösungen ist.

Herr Roderick Bloem vom Institut of Applied Information Processing and Communications der TU Graz betonte die Bedeutung für die Wirtschaft und den Wachstumsmarkt für Security Lösungen. Seine anschaulichen Beispiel mit der Analogie des Brückenbaus über Statik und Mathematik hin zu Security brachten einen nachhaltigen Eindruck.

Second Factor Expirience
Die reine Username und Passwort Verifikation als Online-Authentifizierung, bietet nur geringen Schutz gegen Phishing oder dergleichen. Die ausstellende Fido Alliance bietet Möglichkeiten einer zusätzlich Hardwareebene der Verifikation. Der asymmetrische Key in Form eines Tokens oder Mikrocontrollers bietet hier umfassende Lösungen zur erhöhten Sicherheit bei der Authentifizierung durch eine zusätzliche Hardwarekomponente.  Das Thema Token nimmt laut Infineon Technologies massiv an Fahrt auf und die Token Provider werden immer stärker.

Mein Schatz: Der NFC Ring
Infineon Technologie zeigte einen Payment Ring in NFC Technologie. Der aus Keramik, in glänzendem schwarz und weiß gefertigte Ring, konnte reichhaltige Funktionalität demonstrieren. Obwohl der ausgestellte Ring mit schlichter Schönheit bestochen hat, stellt das Design und die damit ansteigende Attraktivität der entsprechenden Gadgets künftig einen weiteren großen Nutzen dar. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Formfaktor der Karte ändert und ganze neue Möglichkeiten durch die Nutzung dieser Technologie entstehen.

Achten auf die Schwachen
Eine weitere spannende Demonstration von Infineon Technologies wurde in Form einer Gamification dargestellt. „Darknet The Game„, ein Virtual Reality Spiel, das mit Virtual Reality Brille gespielt wird, lässt den Spieler erkennen, wie wichtig es ist, in einer komplexen Netzwerkstruktur vor allem auch die schwachen Knotenpunkte und Schnittstellen zu sichern. Diese bieten oft eine leichten Eingang in die komplette Netzstruktur. Die Besucher waren sich einig, dass es extrem wichtig ist, auch die scheinbar wertlosen Knoten zu schützen.

In ambitionierten Arbeitsgruppen wurden abschließend konkrete Ideen betreffend der wichtigsten Themen und Wünsche für die nächsten Veranstaltungen der RFID Community, erarbeitet. Erst die fertige entwickelte Idee der jeweiligen Arbeitsgruppe brachte die Eintrittskarte zum Buffet, bei dem noch geschäftig genetzwerkt wurde.