Silicon Alps wächst weiter zusammen, blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurück.

Silicon Alps wächst weiter zusammen, blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurück und bringt umfassenden Ausblick auf 2018 bei seiner Jahresklausurtagung.

Graz, Flughafen. Bei der Jahresklausur des Silicon Alps Clusters wurde ein vollgepackter Rückblick auf das Jahr 2017 gegeben. Die umfassenden Aktivitäten des Clusters wurden sämtlichen Teilnehmern noch einmal bekannt gemacht und man konnte sich über die bisherigen Tätigkeiten des Clusters austauschen. Außerdem erarbeiteten die rund 80 Kooperationspartner bei der Jahresklausur die Tätigkeitsschwerpunkte für das kommende Jahr. Zu diesem Zweck teilten sich die Kooperationspartner am Nachmittag zu ihrem jeweiligen Schwerpunkt entlang der Wertschöpfungskette in Gruppen auf.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Gaby Schaunig: „Als ich vor einem Jahr an der Gründung von Silicon Alps beteiligt war, setzte ich große Hoffnungen in den Cluster. Daher ist es nun besonders schön zu sehen, dass diese Erwartungen noch weit übertroffen wurden. Silicon Alps hat bei der Sichtbarmachung der Region im Bereich Mikroelektronik auf internationaler Ebene hervorragende Arbeit geleistet. Als Finanzreferentin sind für mich Zahlen besonders bestechend – wenn man sieht, dass die Region Süd heuer 3,8 Prozent Wirtschaftswachstum aufweist und Kärnten sogar 4,7 Prozent, dann ist das ein Beleg für die erfolgreiche Arbeit.“ Den Schwerpunkt sieht Gaby Schaunig beim Thema Aus- und Weiterbildung, das neben dem Glasfaserausbau besonders viel Aufmerksamkeit brauche. „Lehre und Facharbeiterausbildung müssen einen starken Schwerpunkt bei der Arbeit des Clusters bilden, um sicherzustellen, dass auch ausreichend qualifizierte Mitarbeiter für das dynamische Wachstum vorhanden sind.“
Landesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl: „Der Mikroelektronik-Cluster Silicon Alps ist das jüngste Beispiel in der Erfolgsgeschichte der steirischen Cluster und ein Vorzeigeprojekt für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Regionen. Die Mikroelektronik ist eine der wesentlichen Schlüsseltechnologien für die Digitalisierung und hat sich in den letzten Jahren zu einem Stärkefeld der steirischen Wirtschaft entwickelt. Mit unseren Leitbetrieben wie etwa ams, AT&S, EPCOS, Infineon oder NXP sowie unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind wir hervorragend aufgestellt. Der Cluster wird gemeinsam mit dem neuen Forschungszentrum ‚Silicon Austria Labs‘ in den nächsten Jahren dazu beitragen, die Steiermark und Kärnten als international führende Regionen im Bereich Mikroelektronik zu positionieren!“

Zur internationalen Sichtbarkeit trägt auch die Wahl von Cluster Geschäftsführer Dr. Günther Lackner zum Vize Chairman der Silicon Europe Alliance für 2018 am Vortag in Brüssel mit sich. Diese Organisation bringt als europäischer Dachverband der Branche einen nachhaltigen Mehrwert für die Region. „Ich freue mich sehr über diese Wahl, die uns in weiterer Folge 2019 den Vorsitz der Allianz bringen wird. Hierbei können wir durch die intensive europaweite Vernetzung einen unmittelbaren Nutzen für unsere Partner erzeugen.“

Bei der Jahresklausur stellten sich sämtliche neue Kooperationspartner aus der Wirtschaft und Wissenschaft den Teilnehmern vor. Der Silicon Alps Cluster bot allen die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und sich auszutauschen. Dr. Günther Lackner gab einen Ausblick auf das Jahr 2018. Ein Highlight wird die Gründung der Silicon Alps Academy, die als Learning Management Plattform im Q3 2018 vom Silicon Alps Cluster gestartet wird. Die strategischen Schwerpunkte liegen, wie im Jahr 2017 auch, auf HR & Ausbildung, Lieferantenentwicklung und Internationalisierung. Zentral im Jahr 2018 werden die Tätigkeiten der Cluster-Fokus-Gruppen. Diese Gruppen bringen Unternehmen zusammen und decken so die unterschiedlichen Anforderungen zu einem dezidierten Thema ab. Die bereits bestehenden Gruppen zu den Themen Cyber Security & IoT, RFID und Health Technology definierten sich die Schwerpunktthemen selbst und bearbeiteten in gemeinsamen Aktivitäten ihre selbstgesteckten Ziele. Repräsentanten der bestehen Cluster-Focus-Gruppen stellten die bisherigen Tätigkeiten der Cluster-Fokus-Gruppen vor. Die neuen Themen Clean Room & Technology, Smart System Integration und Advanced Manufacturing wurden vorgeschlagen und am Nachmittag durch die Partner mit Leben gefüllt.
Dieser „Marktplatz“ brachte den Teilnehmern die Möglichkeit, im freien Austausch konkret die Themen zu adressieren, in denen der Cluster aktiv werden soll.

Den Nachmittag eröffnete DI Werner Luschnig. Als Verantwortlicher der Silicon Austria Labs Errichtungs GmbH berichtet er über den aktuellen Stand des Projektes. Sehr gespannt lauschten alle Teilnehmer seinen Ausführungen. Silicon Austria wird sehr viel Aufwand in die strategische  Personalentwicklung stecken, um langfristig sehr interessante Arbeitsplätze für junge Forscherinnen und Forscher zu schaffen.

Zum Abschluss brachten die Gesellschafter noch einmal einen Rückblick und einen Ausblick auf ihre Erwartungen für 2018. Neben inhaltlicher Tiefe soll nun weiterer Nutzen für die Partner und die Region erzeugt werden. Wettbewerbsfähigkeit und weitere Wertschöpfung sollen im Fokus der Tätigkeiten des Clusters stehen.

Strategische Allianz zur Standortentwicklung
Dr. Günther Lackner
: „Mit dem Cluster erhöhen wir auch im kommenden Jahr die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsleistung unserer Kooperationspartner, die lokale Wertschöpfung sowie die internationale Sichtbarkeit des Standortes für Gründungen und Ansiedelungen. Wir unterstützen die Erhöhung der Forschungsquoten und bieten spezielle Serviceleistungen für KMUs, Gründer und Gründerinnen.“ Daher fokussiert sich der Cluster neben der Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen verstärkt auf die Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Betriebe.

Clusterpartner Kärnten und Steiermark
Die Standorte Kärnten und Steiermark verfügen über eine besonders hohe Technologiekompetenz. International agierende Leitbetriebe wie Infineon Technologies Austria, Intel, NXP, LAM Research, AVL, AT&S oder FLEX sowie eine hervorragende Ausbildungs- und Forschungslandschaft mit Universitäten, mehreren Fachhochschulen und zahlreichen Forschungseinrichtungen wie das Joanneum Research kennzeichnen die Rahmenbedingungen. Die hohe F&E-Quote, zahlreiche Spin Offs aus dem universitären Bereich, ein außergewöhnlich hoher Anteil an betrieblicher Forschung und die starke Bündelung von Kompetenzzentren prägen die beiden österreichischen Standorte.

Struktur des Silicon Alps Clusters
Zu den Gesellschaftern des Silicon Alps Clusters mit Sitz in Villach zählen unter anderem die beiden Bundesländer Kärnten und Steiermark, der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF), die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG) sowie die Industriellenvereinigungen Kärnten und Steiermark. Die Auswahl der Kooperationsunternehmen erfolgt entlang der Wertschöpfungskette. Sie umfasst neben der Mikroelektronik die Branchen Elektronikfertigung, Assembling, Systemintegration, Prozesstechnik und Dienstleister mit Schwerpunkt Mikroelektronik.